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Drachenboot-Fun-Regatta
Das Internationale Hafenfest und die 11. Drachenboot-Fun-Regatta lockten vom 11. - 13. Juni wieder Zehntausende Besucher zum Innenhafen. Die Drachenboote, das dumpfe Trommeln der Schlagleute, witzig verkleidete Paddler und eine entspannte Stimmung - nicht nur im Fahrerlager - gaben am Wochenende am Innenhafen wieder den Ton an. Das „Internationale Hafenfest“ präsentierte zum 11. Mal die „Drachenboot-Fun-Regatta“, die zu den größten in der Welt gehört.
Wie der Name schon sagt: Spaß steht bei diesem Wettbewerb obenan. Was man zahlreichen Teams meilenweit ansah. Die Jungens vom „Feuersturm“ gingen mit Feuerwehrhelmen auf dem Kopf an den Start und ließen so keinen Zweifel daran, was ihr Name zu bedeuten habe. Auch „Die Schwarzfahrer“ machten ihre Wurzeln deutlich: Vor ihrem Pavillon im Fahrerlager stand ein Haltestellenschild der DVG mit einem eigens angefertigten „Sonderfahrplan“.
Die Paddler der Deutschen Oper am Rhein hätten wohl die Helfer der DLRG vor eine schwere Aufgabe gestellt, wäre ihr Boot gekentert. Stilecht trat die Mannschaft in wallenden Wüstensohn-Kostümen an, die dem Triumpfmarsch aus „Aida“ entliehen waren. „Das Paddeln ist eine schöne Aufwärm-Übung für die Finger“, meinte Violinistin Birgit Schnepper. „Ich muss heute abend noch ‘Die lustige Witwe’ spielen.“
Michael Reimbold startete rekordverdächtige sechs Mal - doppelt so oft wie die übrigen Paddler. „Zuerst fahre ich bei den Schützen aus Buchholz und dann bei der ‘Prinzengarde’ mit“, erklärte er grinsend. Fragen nach seiner Kondition beantwortete er mit einem entspannten Griff zum Gerstensaft.
Der Besucherandrang beim Innenhafenfest blieb - wohl dem Wetter geschuldet - zumindest am Samstag hinter dem Amsturm vergangener Jahre zurück. Um so mehr drängelten sich die Besucher gestern rund um das Wasser, um die Drachenboote am letzten Tag der Regatta anzufeuern.
Und auch abseits der Rennstrecke gab es viel zusehen: Im Garten der Erinnerung hatte die Kindernothilfe zum 50-jährigen Jubiläum ein buntes Kinderfest auf die Beine gestellt. Gleich nebenan hatte der Mittelaltermarkt mit fahrenden Sängern, Feuerspuckern und Schwertkämpfern seine Zelte aufgebaut.Und rund um das Kultur- und Stadthistorische Museum lud der Marina-Markt an beiden Tagen zum Bummeln, Probieren und Kaufen ein. Neben frischen Produkten gab es internationale Küche und jede Menge Kunsthandwerkliches.
© derWesten 14.06.2010, Bodo Malsch
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